16.07.26 „Kreuzfahrt“ auf dem Geirangerfjord

Als wir aufwachen sind die Gipfel der Berge im Nebel verschwunden. Die Wolken hängen tief. Wir haben für heute eine Fahrt mit der Fähre von Hellesylt nach Geiranger gebucht. Hin um 11:30 ab Hellesylt, zurück um 14:00 ab Geiranger. Da wollen wir den berühmten Fjord aus der Kreuzfahrerperspektive erleben.

Wir fahren die rund 7 km nach Hellesylt und parken. Die Gipfel um uns herum sind weiterhin in den Wolken. Über allem liegt Nebel, ein wenig Ruhe und Geruhsamkeit. Bis zur Ankunft der Fähre setzen wir uns an den Hafen.

Das Wetter bleibt bis Geiranger gleich. Von den Wasserfällen, steilen Felswänden und Serpentinenstraßen sehen wir nur den unteren Teil. Der Guide in unseren Kopfhörern erzählt etwas von Bauernhöfen auf Felsvorsprüngen 400 m über der Wasserlinie, wir sehen weißen Nebel.

In Geiranger haben wir genug damit zu tun den Besuchern von der AIDAprima aus dem Weg zu gehen. Die ist heute morgen um 8:00 in Geiranger angekommen.

Info Box

Wie mir die KI erklärte, darf ein Kreuzfahrtschiff im Geirangerfjord nicht einfach Ankern, da das im Naturschutzgebiet den Meeresboden zerstören würde. Auch eine Anlegemole zu bauen geht nicht, da der Fjord zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Also haben sich die Verantwortlichen was neues einfallen lassen und schwimmende „Poller“ erfunden, die unter Wasser mit auf dem Fjordboden liegenden Betonblöcken verbunden sind. Über Wasser haben sie Ösen zur Befestigung von Leinen.
Das Kreuzfahrtschiff hält an, lässt ein Beiboot zu Wasser und befestigt an den schwimmenden Pollern seine Leinen. Werden diese straff gezogen, kippen die Poller oder tauchen ganz unter.
Dieses Verfahren ist einmalig in der Welt.

Während wir am Hafen in Geiranger frühstücken und Verhaltensbeobachtungen an freigelassenen Kreuzfahrerinnen durchführen, klärt das Wetter auf! Erst zeigt sich ein wenig Blau oberhalb der Wolken, dann verschwinden die tiefliegenden Wolken ganz und es bleibt nur noch eine allgemeine Diesigkeit in der Luft.
Wir freuen uns auf die Rückfahrt, sehen wir doch jetzt all die Besonderheiten oben auf den Bergen und bekommen endlich auch einen Eindruck von der Höhe der Felswände.