06.07.26 Haukland & Uttakleiv

Eine tief hängende Wolkendecke begrüßt uns heute morgen. In der „Nacht“, also während wir schliefen, regnete es. In der Wettervorhersage wird eine kleine Aufklärung für Mittags versprochen. Mal sehen.
Wir entschließen uns den Strand von Haukland und Uttakleiv zu besuchen. Beides Touristenmagnete, haben sie doch einen weißen Sandstrand (statt Felsen), aber bei diesem Wetter und dem aktuell wohl nur geringen Touristenaufkommen auf den Lofoten versuchen wir es. Zudem liegt zwischen beiden Stränden der Berg Veggen den man auf verschiedenen Wegen bewältigen kann.
Es gibt den alten Pfad über einen Pass, der im 19. Jahrhundert benutzt wurde und später zu einem Karrenweg verbreitert wurde. Es gibt die alte Schotterstraße um den Berg herum, die Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt wurde. Und es gibt den 1989 gebauten Tunnel durch den Berg, der heute genutzt wird.
Wir planten von Haukland einen Rundweg über den alten Karrenweg und dann zurück auf der Schotterstraße um den Veggen herum. Der Rundweg sollten so 8 km lang bei 200 Höhenmetern sein. Für Rentnerinnen genau passend.

Auch in Haukland war der Himmel zugezogen und die Wolken hingen tief. Der vom Meer kommende Wind trieb die feuchte Luft den Berghang hinauf, wo dann in einer wie mit dem Lineal gezogenen Höhe der Wasserdampf kondensiert und stetig Wolken entstehen.

Als wir los wandern, stoßen wir auf ein Schild mit dem Hinweis, dass der von uns geplanten Aufstieg auf den Pass gesperrt sei, wegen Arbeiten am Weg. Der historische Karrenweg wird restauriert und es besteht Steinschlaggefahr.
Wir planen um und gehen erstmal um den Veggen herum nach Uttakleiv.

In Uttakleiv angekommen gehen wir weiter, um zu prüfen, ob auch aus dieser Richtung der Weg gesperrt ist. Dabei steigen wir bis zum Pass hinauf und haben eine weite Aussicht erst auf den Strand von Uttakleiv und dann auf den von Haukland.

Jetzt sehen wir auch die Arbeiter von oben, wie sie Steine befestigen.

Wir entscheiden umzukehren und den Weg wieder zurückzugehen. Damit haben wir heute eine für unsere Verhältnisse sehr lange Wanderung gemacht.

Die feuchte Witterung bringt immer wieder mal das Grün der Moose und Flechten zum Leuchten. Und auf der Wanderung treffen wir wiederholt auf Gruppen von Schafen mit ihren Lämmern, die von uns weitgehend unbeeindruckt sind.