14.07.26 Ålesund, Jugendstil und ein Leuchtturm

Heute ist unser ganzer Tag in Ålesund 🔉️. Ab Mittag sollen sich die Wolken verziehen und die Sonne herauskommen.

Schon gestern haben wir einen Rundgang durch die beiden zentralen Stadtteile von Ålesund geplant.

Ålesund ist wieder eine Stadt auf mehreren Inseln und so durchzieht ein „Kanal“ die Innenstadt. Die Stadt hat etwa 60000 Einwohner und wird regelmäßig (täglich) von Kreuzfahrtschiffen mit bis zu 6000 Gästen besucht. Und so auch heute, die AIDAnova und die Vesterålen, ein Schiff der Hurtigruten, ist zu Besuch.

Wir bewundern die Kolonne der Besucher, die den Aksla erklimmen.

… und gehen statt dessen 🫠️ gemütlich durch die Stadt.

Ein Stadtbrand zerstörte Ålesund 1904 nahezu komplett. Nach diesem Ereignis haben die Bürger die Stadt aus Stein neu aufgebaut. So findet man in Ålesund heute sehr viele Steinbauten, was für Norwegen ungewöhnlich ist. Außerdem wurden die in der Epoche des Jugendstils errichtet, was bis heute die Stadt prägt. Kaiser Wilhelm II. war ein großer Norwegenliebhaber und schickte vier Schiffe mit Lebensmitteln und Baumaterialien. Aus Dank heisst heute eine der Hauptstraßen nach ihm und natürlich gibt es auch ein Denkmal.
Die Stadt wurde innerhalb von etwa 7 Jahren wieder aufgebaut und hat heute wegen der vielen Häuser im Jugendstil einen besonderen Charme.

Schließlich kehren wir zu unserem Auto zurück (diesmal finden wir es leicht) und fahren noch zum Leuchtturm von Alnes auf der Insel Godøya.

Allein die Fahrt ist interessant, geht sie doch durch 4 Tunnel, über eine Brücke und passiert dabei 3 Inseln, um auf der 4. zu enden.

Der Leuchtturm am Ende der Fahrt war wenig beeindruckend, insbesondere auch, da das Wetter dort deutlich schlechter war, als in Ålesund.

Aber die Fahrt durch die Tunnel war dafür interessanter. Ihre Länge liegt bei 3 – 4 km und sie führen unter dem Meer durch. Zu Beginn geht es immer heftig abwärts in den Untergrund (8% Gefälle), dann gibt es ein fast ebenes Stück und dann geht’s wieder bergauf (mit zwei Spuren, damit LKWs einen nicht aufhalten).
Das gab Möglichkeiten für ein paar interessante Langzeitbelichtungen.