18.11.25 Exkursion zum Mars

Heute haben wir uns den Teide vorgenommen. Genauer die von Lavaströmen in den letzten Jahrtausenden durchströmte Hochebene um ihn herum. Auf den Teide (3700m) kommt man nur mit einer Seilbahn deren Talstation auf 2550m liegt und deren Bergstation auf ca 3500m liegt. Wer meine Vorliebe für Seilbahnfahrten kennt, weiß, daß das für mich eher keine Option ist.

Nichtsdestotrotz ist die den Berg umgebene Hochebene faszinierend.
Der Teide zählt zu der Gruppe der 16 „Decade Vulcanos„, die besonders beobachtet werden, da sie große Ausbrüche hatten und in der Nähe großer Siedlungen liegen.
1909 war der letzte große Ausbruch des Teide.

Teneriffa

Teneriffa entstand vor ca 8 Mio. Jahren aus ursprünglich 3 einzelnen Vulkanen. Sie wuchsen zusammen, bildeten die Insel und formten einen großen Vulkan. Vor ca 160-220 tausend Jahren brach die Spitze dieses Vulkans zusammen und bildete die Hochebene (eine Caldera). Vor ca 160 tausend Jahren bildete sich der Vulkan Teide im nördlichen teil der Caldera.

Wandert man durch die Caldera, lassen sich immer wieder die Lavaströme der vergangenen Ausbrüche erkennen. In der trockenen Landschaft findet man nur spärlich niedriges Gestrüpp. Bei strahlend blauem Himmel war die Luft etwa 13C warm. Auf offenem Gelände gab es heftigen Wind. Durch die überwiegend rötliche Färbung der Felsen hat die karge Landschaft eine außerirdische Anmutung.

Nachdem wir etwa 3 km durch die Caldera gewandert waren, kehrten wir zum Auto zurück und fuhren noch zur Talstation der Seilbahn (wir hatten vorher für die Wanderung halt gemacht).

Oh, wie entsetzt waren wir, als wir realisierten, daß, ob des stürmischen Windes, die Seilbahn nicht in Betrieb war!


Wir planten um und fuhren einen anderen Weg zurück zur Ferienwohnung. Dabei passierten wir das Observatorio del Teide mit seinen weißen Türmen. Nachdem die Besiedlung Teneriffas für immer mehr Lichtverschmutzung sorgte, hat sich das Observatorium inzwischen auf die Sonnenbeobachtung spezialisiert.

Auf unserem weiteren Rückweg durchschnitt die Straße Jahrtausende alte Sedimente:

Wir erreichten den Nebelwald:

der Nebel wandelte sich in Regen und der setzte sich auch weiter nach unten fort.

Erst kurz vor der Küste hörte er auf und bot uns zum Abschluss noch einen schönen Regenbogen: