Gestern sind wir von Braunschweig nach Hamburg gefahren und haben für die ca 250km etwa 5 Stunden gebraucht (diverse Tunnel und Brücken sind gesperrt).
Danach tat es gut sich erstmal nur auszuruhen, um Abends eine Milonga im „el abrazo“ in Hamburg zu besuchen. Sabine hatte das Hotel geschickt gewählt, der Veranstaltungsort liegt auf der anderen Seite des Hinterhofs des Hotels. Wir haben schön getanzt, ein paar Bekannte wiedergetroffen und sind spät/früh erschöpft ins Bett gefallen.
Heute haben wir eine Tour durch die Elbphilharmonie für 13:15 gebucht. Ausgestattet mit günstigen Tagestickets für den ÖPNV machten wir uns auf den Weg ins Hafenviertel und zur Elbphilharmonie.
Die Führung begann etwas zu spät, trotzdem hat sie uns sehr gut gefallen. Wir wurden von einem Schauspieler geführt, der wegen der Brotlosigkeit seines Berufs seit einigen Jahren Führungen durch Hamburg und die Philharmonie durchführt. Er wusste Bescheid und konnte mitreißend von den Besonderheiten des Gebäudes und seiner Entstehung berichten.
Das Gebäude ist auf einem Warenlager, aus den 1960iger Jahren, welches Jahrzehnte lang ungenutzt war (schon in den 70igern haben die Container derartige Warenlager überflüssig gemacht), gebaut worden. Ursprünglich war die Idee, in das Innere des alten Lagers einen Konzertsaal zu bauen. Über die Jahre wurde der Gedanke weiter entwickelt und schließlich, in den Jahren von 2007 bis 2017, das heutige Gebäude erstellt. Das denkmalgeschützte Lager durfte nicht abgerissen werden, so nutzt man es jetzt als Tiefgarage und für Verwaltungszwecke. Die beiden Säle der Philharmonie sind in einem glasummantelten Aufbau auf dem früheren Lager realisiert.
In der wellenförmigen Glasfassade spiegelt sich der Himmel.
Das Gebäude ist einfach beeindruckend!
Von Innen noch mehr als von Außen.
So viele Überlegungen sind augenscheinlich in fast jedes Detail geflossen und haben mit dem großen Saal wohl einen der besten Konzertsäle der Welt geschaffen.
Eine Menge Arbeit (und Geld) wurde in möglichst hervorragende akustische Eigenschaften der Säle gesteckt. So dienen schallschluckende Wände und beim großen Saal eine akustische Trennung des Saals von der Außenhaut, damit keine Außengeräusche eindringen können, diesem Ziel. Der Spielort wird von den Besten weltweit geschätzt.
Das Gebäude hat einen kleinen und einen großen Saal, die zu 97% ausgelastet sind. Täglich finden Veranstaltungen statt.
Auch architektonisch überzeugt das Gebäude. Mit dem Gedanken, die Menschen, die es besuchen und besucht haben, sichtbar zu machen, gibt es immer wieder Sichtachsen, die über mehrere Ebenen hinweg durch das Gebäude führen.
Auf jeder Etage gibt es Ausblicke durch die Glasfassade auf den Hafen oder die Stadt.
Am Übergang zwischen altem Lagerhaus und aufgesetzter Konstruktion befindet sich eine Plaza, die allen Besuchern offensteht. Von ihr sind Blicke weit in den Hafen und die Stadt möglich..
Nach dem Besuch der Philharmonie schlenderten wir noch durch die Speicherstadt, und tranken in einem der vielen Kaffeehäuser einen Kaffee.
Am Abend haben wir dann in einem asiatischen Fusion-Restaurant gegessen und die morgige Weiterfahrt nach Kopenhagen geplant.


















































