Wir verlassen die Lofoten an einem windigen, regnerischen Tag. In unserer Woche hier haben wir eine ganze Reihe von Orten besucht und viele Eindrücke gesammelt.

Die Lofoten sind schon ein besonderer Ort. Hohe Berge mit steilen Hängen, direkt daneben das Meer mit Sandstränden genauso wie felsigen Küsten. Ständig wechselndes Wetter und weite Blicke oft auf mehrere gestaffelte Bergketten hintereinander. Immer noch gab es Gipfel mit Schneefeldern auf der einen Seite und badende und surfende Menschen auf der anderen Seite. Als wir da waren ging die Sonne nie unter. Wir hatten das Glück ein paar schöne Abende/“Nächte“ zu haben, an denen der Himmel klar war und wir die Mitternachtssonne genießen konnten. Und gleichzeitig die 2000 Jahre alte Geschichte der Besiedlung der Inselgruppe. Immer wieder dachte ich, wir fahren hier auf Asphaltstraßen, durch Tunnel und über Brücken in wenigen Stunden vom einen zum anderen Ende. Noch vor 200 Jahren war das wesentlich aufwändiger, und erst vor 1500 Jahren, als die Fürstentümer der Wikinger auf der Insel waren, mit Glasutensilien aus England und Schmiedekunst aus Europa. Wie schwierig muss die Fortbewegung und das Leben damals gewesen sein!
Heute ziehen wir aus unserer Ferienwohnung mit dem schönen Filterkaffeeautomaten aus und fahren nach Moskenes, um dort die Fähre nach Bodø zu nehmen. Natürlich sind wir zu früh unterwegs und besuchen noch ein Café in Reine, wo wir ein, erneut zu süßes, Stück Schokoladenkuchen (ja, KEIN Kanelboller!) mit einem Kaffee zu uns nehmen.

Die Fahrt auf der Fähre ist zunächst ein bisschen stürmisch. Das beruhigt sich aber im Verlauf und wir kommen bei ruhiger See in Bodø an. Wir fahren entlang einiger Fjorde nach Rognan. Dabei kommen wir auch an Saltstraumen vorbei. Dort befindet sich der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Über den Fjord führt die Saltstraumbrua.
Schließlich erreichen wir Rognan und beziehen unsere kleine Ferienwohnung.








